2017 - Schelle Schelle Sechser, alli alti Hexe, Narro

Parallel zur Gengenbacher Hexe entwickelte sich ab etwa 1935 auch in Offenburg eine Hexenfigur die fortan die Straßenfastnacht beleben sollte. Das Ehepaar Vollmer fand schnell Mitstreiter und legte den Grundstein für die Offenburger Hexenzunft. Erstmals im Gengenbacher Niggelturm, werden nun die Historie, die Entstehung und die Entwicklung dieser sehr populären Fastnachtsfigur aus Offenburg gezeigt. Neben den Gründermasken von Karl und Pauline Vollmer, die im Besitz des städtischen Ritterhausmuseums sind, werden weitere Dokumente und viele Masken aus über 80 Jahren Zunftgeschichte präsentiert. Besonderen Wert legen die Offenburger Hexen seit Jahren auf ihre handgeschnitzten Masken, die oft Portrait-Masken sind und auf den Charakter des jeweiligen Trägers abgestimmt werden. Zur Offenburger Hexenzunft gehören neben der Einzelfigur des Hexenmeisters, auch noch die Figur des Hanseles und der Alt-Offenburgerin, sowie den Büttel oder Sechser der den mittelalterlichen Stadtpolizisten repräsentiert. Gerade die langjährige närrische Fehde mit den Gengenbacher Hexen, sowie die Besonderheiten der Offenburger Hexenzunft, wie die Strohhexenverbrennung, das Gizig-Rufen und ihre Kuchiobende werden in der Sonderausstellung gezeigt. In der Ausstellung sieht man historisches Filmmaterial und viele einzigartige Fotos, die in dieser Form noch nie gezeigt wurden. Inzwischen pflegen die jeweiligen Verantwortlichen beider Zünfte ein sehr freundschaftliches Verhältnis, was am Ende auch zu dieser Einladung in das Narrenmuseum Niggelturm und der Narrenzunft Gengenbach 1499 e.V. führte.



"Schelle Schelle Sechser"

...alli alti Hexe, Narro. Sonderausstellung 2017 im Niggelturm. Die Offenburger Hexen zu Gast im Wahrzeichen der Gengenbacher Narrenzunft 1499 e.V.