2009 - 75 Jahre Gengenbacher Hexen

In diesem Jahr zeigt die Narrenzunft in ihrem Museum Niggelturm wiederum eine neue Sonderausstellung: Eine ihrer Hauptfiguren, die Hexe, feiert ihr 75 jähriges Jubiläum.
Sie ist damit die älteste Fastnachtshexe im schwäbisch - alemannischen Raum und ihre Beliebtheit ist beim Publikum ungebrochen. Durch ihr markantes Auftreten und die Kunst
des Schnurrens ist sie weit über die Landesgrenze hinaus bekannt.

Die Ausstellung zeigt Historisches, Hintergründe und Dokumente aus 75 Jahren Narretei.
Schwerpunkte sind die Entwicklung der markanten, schnitzerspezifischen Holzmasken und die Präsentation bisher noch nie öffentlich gezeigter alter Hexenmasken.
Die Türmerstube im Niggelturm eignet sich für diese Präsentation bestens, wird doch in der Dauerausstellung der angrenzenden Stockwerke der Ablauf der gesamten Gengenbacher Fasend gezeigt, in der die Hexen oft im Mittelpunkt stehen.

Anlässlich des Jubiläums wurde zudem eine ausführliche Chronik zur Geschichte der Gengenbacher Hexen erstellt; diese kann im Museum erworben werden.



Advent 2009 - Walter Eberhardt - Mensch und Maske - Holzschnitte und Skulpturen

In der Adventszeit verwandelt sich Gengenbach wieder in eine Stadt der Kunst und Poesie. Zum Programm des Adventskalenders und des Weihnachtsmarkts mit seinen vielen Kunsthandwerkern findet dieses Jahr wieder eine Kunstausstellung im Obergeschoß des Niggelturms statt:

Holzschnitte und Skulpturen von dem ehemaligen Gengenbacher Walter Eberhardt.

1940 in Wolfach geboren, studierte Walter Eberhardt an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe mit dem Schwerpunkt Kunst. 1965 – 2000 war er im Schuldienst tätig, unter anderem in Gengenbach. Nach über 30 Jahren künstlerischen Schaffens, vielfältigster Ausstellungen im In- und Ausland, lebt und arbeitet er heute in Herbolzheim.

Seine bevorzugten Schaffensgebiete sind Malerei und Holzschnitt und in den letzten Jahren die Beschäftigung mit der Holzskulptur. Charakteristisch für seine Arbeiten, die vornehmlich das Menschenbild thematisieren, ist das Bemühen, durch zunehmende Reduktion des Motivs den Blick auf das eigentliche Wesen der Dinge zu lenken.

Dem Thema Mensch und Maske stellt sich Walter Eberhardt in seiner aktuellen und extra für das Narrenmuseum Niggelturm konzipierten Ausstellung.
Aus der facettenreichen Vielfalt alter und neuer Spielarten der Verbindung Mensch und Maske greift er exemplarisch einige zentrale und reizvolle Aspekte heraus. Durch den schöpferischen Gestaltungsprozess gewinnen die Maskendarstellungen intensive Spannung und magische Strahlkraft, die den Betrachter auf neue Weise hineinziehen in dieses immer schon bestehende und doch geheimnisvoll bleibende Wechselspiel.

Die Ausstellung zeigt neu entstandene Holzschnitte, Drucke und Skulpturen. Außerdem werden Einblicke in die Holzschnitttechnik collagenhaft präsentiert und nicht nur die fertigen Werke sondern auch der Prozess in Form der verwendeten Druckstöcken sind zu sehen.

Vor allem im Ausstellungsort Narrenmuseum, mit seinen zahlreichen Brauchtumsmasken, fügt sich das Thema „Mensch und Maske“ von Walter Eberhardt hervorragend in die bereits bestehende Dauerausstellung ein.

Das Narrenmuseum Niggelturm freut sich, mit dem Zyklus „Mensch und Maske“, einen weiteren Höhepunkt des künstlerischen Schaffens von Walter Eberhardt präsentieren zu können.

Einmal mehr wird damit auch das bewährte Konzept, in der Adventszeit im Obergeschoß des mittelalterlichen Turmes  Kunst zu präsentieren, fortgesetzt.

Geöffnet ist das Museum und die Ausstellung vom 28.11. – 23.12.2008, täglich von 16.00 - 19.00 Uhr.

Vom Umgang des Niggelturmes hat der Besucher zusätzlich einen phantastischen Blick auf die adventlich beleuchtete Altstadt und den neu gestalteten Adventskalender am Rathaus.



"Sonderausstellung"

Jährlich gibt es während der Hauptöffnungszeiten von April bis Oktober eine Sonderausstellung. Während der Öffnung im Dezember wird eine Ausstellung mit eher künstlerischem Hintergrund gezeigt.