2011 - Schwäbisch-Alemannische Klepperle

Schwäbisch -Alemannische „Klepperle“
Vom Kinderspiel zum rhythmischen Holzinstrument in der Fastnacht

Eine Ausstellung der Narrenzünfte Gengenbach, Haslach, Radolfzell, Waldkirch

So mancher wird es schon erlebt haben, wenn Närrinnen oder Narren begeistert mit ihren Holzbrettchen die Fastnachtsmusik lautstark unterstützen oder passend zum Versmaß ihre Narrensprüche begleiten. Gekleppert wird im alemannischen Raum heute nur noch in Gengenbach, Haslach, Radolfzell,  Waldkirch wie auch in der Schweiz. Diesem einzigartigen Brauchtum widmet erstmals der Niggelturm eine Sonderausstellung.   Wer die Kunst des Klepperns beherrscht, kann seine Klepperle als „Hand-Schlagzeug“ verwenden: So wechseln im Gengenbacher Klepperlis-Lied Gesang und Klepperle-Begleitung nach vorgegebener Reihenfolge und Rhythmus ab. Dieser feste Schlagrhythmus ist schon beinahe ein Markenzeichen für Gengenbach. In Radolfzell kleppert man u.a. auf den Narrenmarsch "Jo mir Zeller machet Fasnet"; auch die Haslacher Klepperles-Jugend kleppert zum Lied "Der Schneider und die Maus". Selbstverständlich gehören die Kläpperlemärsche und das Kläpperelied von Waldkirch zum Standardrepertoire der Waldkircher Stadtkapelle. Dass diese Tradition im schwäbisch-alemannischen Raum nicht wie in vielen anderen Gegenden ausgestorben ist, ist diesen Narrenzünften zu verdanken. In einer Gemeinschaftsausstellung der beteiligten Zünfte werden im Narrenmuseum Niggelturm die Ursprünge, Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieses Brauchtums im Schwäbisch- alemannischen Raum dargestellt. Neben einem eigens für die Ausstellung konzipierten Film sind die vielen unterschiedlichen Formen der Klepperle ausgestellt. Aus den Archiven der Zünfte werden historische und aktuelle Fotos präsentiert, sowie die regionalen Hintergründe aufgezeigt. Für den Besucher besteht außerdem die Möglichkeit sich selbst am Kleppern auszuprobieren.



Advent 2011 - Masken von Raymond E. Waydelich

Dieses  Jahr bietet das Narrenmuseum Niggelturm in Gengenbach wieder, in der Tradition der Kunstausstellungen im Advent, ein absolutes Highlight: Der bekannte Elsässische  Künstler Raymond E. Waydelich zeigt zum allerersten Mal seine Werke zum Thema Masken. Die in seinem Privatbesitz befindlichen Masken, die ein Mix aus kuriosen Fundstücken sind, zeigen seine unwahrscheinliche Fantasie, Materialien zu kombinieren. Seine Welt ist voller Poesie, seine Arbeit geprägt von Lebensklugheit und seiner großen Liebe zur Schöpfung und ihren Kreaturen. Was könnte besser in das Narrenmuseum passen, als seine Misch- und Fabelwesen mit menschlichen Zügen. Viele Anspielungen deuten auf seine Zeit in Namibia/Afrika hin und sind auch dort zum Teil entstanden. Raymond E. Waydelich war Teilnehmer der „Dokumenta“ in Kassel, vertrat Frankreich auf der „Biennale“ in Venedig und ist auf zahlreichen Ausstellungen von Paris bis New York und Tokio vertreten. Er ist mit unzähligen internationalen Auszeichnungen dekoriert. Überwältigend ist zudem der Ausblick von der Balustrade des Niggelturms - ein einmaliger Panoramablick auf den Gengenbacher Adventskalender und die stimmungsvoll beleuchtete  Altstadt.

Öffnungszeiten :  26.11 - 23.12 2011
Montag - Samstag: 16.00 Uhr - 19.00 Uhr
sonntags: 13.00 Uhr - 19:00 Uhr

"Sonderausstellung"

Jährlich gibt es während der Hauptöffnungszeiten von April bis Oktober eine Sonderausstellung. Während der Öffnung im Dezember wird eine Ausstellung mit eher künstlerischem Hintergrund gezeigt.