Advent 2012 - Max Köhler - Schwarzwaldmalerei zwischen Tradition und Moderne

 Auch in diesem Jahr öffnet das Narrenmuseum im Gengenbacher Niggelturm in der Adventszeit  wieder seine Pforten für eine ganz besondere Kunstausstellung: Unter dem Titel „Schwarzwaldmalerei zwischen Tradition und Moderne“ ist eine Werksschau des weit über die Region hinaus bekannten Schutterwälder Malers Max Köhler zu sehen. Der in Pilsen geborene Künstler zeigt Landschaften und Menschen aus dem Schwarzwald, der Ortenau und dem Elsaß. Insbesondere seine Gengenbacher Motive werden im Niggelturm zu sehen sein. Auf geheimnisvolle Weise versteht es Köhler mit seiner expressiven Malweise seine Heimatmotive in ein modernes Licht zu transferieren – dennoch bewahren seine Bilder die tiefen Emotionen und die Vertrautheit, die wir mit dem Begriff Heimat verbinden. Denn in jedem Pinselstrich wird Köhlers Verbundenheit und Liebe zu unserer Landschaft und ihren Menschen spürbar. Ein besonderes Advents-Highlight im außergewöhnlichen Ambiente des mittelalterlichen Niggelturmes, von dessen Balustrade Sie zudem ein überwältigender Rundblick auf den Gengenbacher Adventskalender und die weihnachtlich beleuchtete Altstadt erwartet!

Öffnungszeiten :  29.11 - 23.12 2012
Montag - Samstag: 16.00 Uhr - 19.00 Uhr
sonntags: 13.00 Uhr - 19:00 Uhr

D´Basler Fastnacht...Einzigartig in Larven, Masken und Tönen

Wer sich bei einem Basler erkundigt, was eigentlich seine Fasnacht sei, kann erleben, dass er zur Antwort bekommt: „Einfach schön!“ Dies könnte aber genügen, um die Neugierde eines jeden geweckt zu haben, der Freude und Interesse an einem Fasnachtsbrauch hat. Enttäuscht wird er bestimmt nicht werden, denn die Basler Fasnacht ist ein Stadtfest der Sonderklasse und  für viele Basler die Gelegenheit, den Ausnahmezustand zu leben und zu genießen. Was man heute in Basel erleben kann, ist das Resultat einer im 19. Jahrhundert einsetzenden Entwicklung. Doch die Basler Fasnacht hat ihre Wurzeln tief im Mittelalter der zünftisch organisierten Stadt, was sich auch in der Musik zeigt. Zu den Besonderheiten der Basler Fasnacht gehört vorab, dass Basels närrische Zeit erst am Montag nach Aschermittwoch startet und exakt 72 Stunden später wieder endet. Einzigartig ist allein schon der Auftakt, ist er doch um vier Uhr in der Früh, weshalb er ja auch „Morgenstreich“ genannt wird. Es ist ein sonderbarer Moment, wenn auf den vierten Stundenschlag alle Lichter in der Innenstadt ausgehen und gleichzeitig Tausende von Piccolospielern und Tambouren zum Spiel desselben Marsches loslegen. Ist dieses Stück gespielt, gerät alles in Bewegung: Nun geht jede Clique - so heißen in Basel die Fasnachtsgesellschaften - ihren eigenen Weg in den Morgen, nur beleuchtet von den Stecken- und Kopflaternen sowie von der Zugslaterne. Diese oft mehrere Meter hohe Transparent,  oft von Künstlern und Grafikern gestaltet bildet den Stolz einer jeden Clique und wird auch am „Cortège“, den Umzügen am Montag- und Mittwochnachmittag mitgeführt. Diese vergänglichen Kunstwerke behandeln oft gekonnt und mit beißendem Witz auf augenfälligste Art das von der Clique gewählte Sujet, ein Vorkommnis des vergangenen Jahres, das zur Kritik oder auch zum ernsten Nachdenken Anlass gegeben hat. Auch in den Kostümen und Larven des ganzen Cliquenzuges vom Vortrab über das Spiel (Pfeifer und Trommler) bis zum allenfalls nachfolgenden Wagen wird das Sujet ausgespielt.

Der Vortrab, der dem Zug den Weg bahnt, verteilt den „Zeedel“, eine meist schmale Drucksache auf buntem Papier, welche das Sujet in Versform präsentiert und persifliert. Einzigartig ist an der Basler Fasnacht auch die Maskierung. In der Stadt am Rheinknie werden keine Masken vor dem Gesicht getragen sondern Larven; unter einer ‚Maske’. versteht man nämlich die vollständig kostümierte und maskierte Person. In Basel wird der Herstellung der Larve seit langem eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In zahlreichen Ateliers entstehen die vielen Kreationen, welche dieser Fasnacht dazu verhelfen, singulär zu sein. Da gibt es nicht einfach den Harlekin, den Waggis (die Karikatur eines elsässischen Bauern), den Pierrot, den Bajazzo, sondern viele individuelle Varianten davon. Und darüber hinaus kommen noch die unzähligen, nicht auf einen klassischen Typ zurückzuführenden Larven und Kostüme - ein eindrücklicher Beweis für die grenzenlose Fantasie, welche der Basler und die Baslerin an seiner Fasnacht auslebt. Was hier so begeistert und als wichtiger Teil des lokalen Brauchtums begriffen wird, gründet indes nicht auf einer uralten Tradition. Bis in die 1920er Jahre wurden nämlich die Larven größtenteils aus Thüringen, aus Norditalien und aus Frankreich. importiert, aber oft nachträglich bemalt und den individuellen Bedürfnissen angepasst. Um 1925 begann man dann aber in Basel die Larven aus starkem Papier in mehreren Lagen in Tonmodel zu kaschieren.   Noch viele andere Elemente machen die Basler Fasnacht zu einem einzigartigen Gesamtvolkskunstwerk: die Guggenmusiken, deren Wiege in Basel liegt, die Partizipation der Wagencliquen und Kutschen, die Darbietungen der Schnitzelbänkler in den Wirtschaften, der Nachwuchs, der sich am Dienstag auf den Strassen zeigt, das „Gässle“, womit das Herumziehen der Cliquen und Gruppen in den Gassen und Gässchen der ausgedehnten Altstadt bezeichnet wird, und und

… Alles wird in Basel seit 1911 von einem kleinen Comité als ordnende Hand zusammengehalten. Die unabhängige  und behördlich abgesegnete Instanz trifft organisatorische Vorkehrungen, kümmert sich um reibungslose Abläufe und koordiniert die Kontakte zwischen den ca. 25'000 aktiven Fasnächtlern und den öffentlichen Stellen. Das Comité beachtet aber gleichzeitig, dass ein wesentliches Merkmal der Basler Fasnacht bestehen bleibt: die Freiheit der Fasnächtler in ihrem kreativen Tun.

"D´Basler Fastnacht"

Eine Besonderheit der Basler Fastnacht ist der Beginn am Montag nach Aschermittwoch um 04:00 Uhr morgens. Ab dann dauert die närrische Zeit exakt 72 Stunden. Der weltberühmte Auftakt ist unter dem Namen "Basler Morgenstraich" bekannt.